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Der Beruf des Schuhmachers



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Berufskundlicher Überblick

Der Schuhmacher ist ein traditionsreicher Beruf. Früher wurden alle Schuhe individuell für den Träger maßgefertigt. Durch die Industrie wurde die handwerkliche Schuhfertigung weitgehend abgelöst.
Eine Zeitlang schien es so, als wenn sich Schuhreparaturen überlebt hätten und der Schuh zum Wegwerfartikel würde. Diese Entwicklung hat sich jedoch nicht durchgesetzt. Gute Schuhe sind keine billigen Massenerzeugnisse geworden. Sie haben ihren Wert, da die Schuhpreise, bedingt durch steigende Lederpreise, in den letzten Jahren gestiegen sind. Die Reparatur lohnt sich und wird vom Kunden dankbar angenommen.
Fachgerechte Reparaturen werden heute in modernen und maschinell vielseitig ausgerüsteten Werkstätten ausgeführt. Die Nachfrage der Kunden nach guten und individuellen Schuhreparaturen hat sich deutlich gesteigert und bietet dem im Schuhmacherhandwerk Tätigen eine auskömmliche und sichere Existenz. Da in der Vergangenheit nur sehr wenige Lehrlinge ausgebildet wurden, besteht ein Mangel an ausgebildeten Schuhmachem. Die Berufschancen sind deshalb auch für Berufsanfänger außergewöhnlich gut.

Aufgaben und Tätigkeiten im Beruf

Der Schuhmacher übt seine Tätigkeit in kleinen Werkstätten aus. Diese sind entweder unmittelbar an den Verkaufsraum angeschlossen oder befinden sich direkt dort. Durch diese Tatsache hat er nicht nur mit seiner praktischen Tätigkeit zu tun, sondern ist auch für die Kundenbedienung und Beratung zuständig. Von ihm wird erwartet, daß er anhand des zu reparierenden Schadens und aufgrund seiner anatomischen Kenntnisse auf die Eigenschaften des Schuhträgers schließen kann und jeden Schuh individuell angepaßt repariert.
Eine Schuhmacherwerkstatt übernimmt nicht nur Aufträge zur Reparatur von Schuhen, sondern repariert auch Lederbekleidung, Sportartikel oder Sattelzeug,Taschen und Koffer. Für seine Arbeit stehen dem Schuhmacher neben seinen klassischen Werkzeugen eine Vielzahl von Maschinen, wie Schleif-, Polier-, Stepp-und Nähmaschinen, sowie Pressen zur Verfügung. Viele Betriebe bieten als zusätzliche Dienstleistung auch noch Schlüssel-, Schilder-oder Stempelherstellung an. Der Verkauf von Schuhpflegemitteln und Schuhzubehör wie Einlegesohlen oder Schuhspanner und der Verkauf von Lederwaren wie z.B.Gürtel gehören mit zum Programm. Der Kunde erwartet dabei stets eine fachkundige Beratung.
Der Beruf des Schuhmachers wendet sich vor allem an Menschen mit praktischem Handgeschick. Er ist einer der wenigen Berufe, der dem Fähigen und Einsatzfreudigen nach der Meisterprüfung eine realistische Chance gibt, sich selbständig zu machen und ein eigenes Geschäft zu eröffnen.

Ausbildung im Berufsförderungswerk

Das Berufsbild sieht die Vermittlung folgender
Fertigkeiten und Kenntnisse vor:
Kenntnisse der gebräuchlichen Leder- und Synthetikmaterialien Kenntnisse der allgemeinen Lehre vom Körper des Menschen - insbesondere der Anatomie des Fußes und des Beines und ihrer Erkrankungen Anfertigen von Fußumrißzeichnungen, Trittspuren und Abwicklungshilfen, wie Rollsohlen und Einlagen Bearbeitung von Bodenmaterial (Laufsohle, Brandsohle) Bearbeitung von Absätzen Grundkenntnisse der Schuhoberteilherstellung und Arbeiten an Schuhoberteilen Ausführen von Maßschuharbeiten unter Verwendung von vorgefertigten Schuhoberteilen Grundkenntnisse der Flächen- und Gewichtsberechnung sowie im Entwerfen von Schaftteilen Arbeitsschutz und Unfallverhütungsvorschriften Werkzeug und Maschinenkunde Die Ausbildung dauert 18 Monate, nach 9 Monaten findet eine Zwischenprüfung statt, im Anschluß daran ist ein mehrwöchiges Praktikum in einer Schuhmacherwerkstatt vorgesehen. Die Ausbildung schließt mit der Gesellenprüfung vor dem Prüfungsausschuß der Handwerkskammer Düsseldorf ab.

Voraussetzungen für Ausbildung und Berufserfolg

Der Beruf des Schuhmachers stellt keine hohen körperlichen Anforderungen, volle Beweglichkeit der Finger und Arme muß jedoch gegeben sein. Zu fordern sind außerdem ausreichendes Tastvermögen und gutes räumliches Sehen (Brille ist möglich) sowie Farbsehtüchtigkeit. Es sollte keine Überempfindlichkeit gegenüber Klebstoffen und Lösungsmitteln bestehen. Der Beruf des Schuhmachers wird in der Mehrzahl der Fälle im Stehen ausgeübt. Einschränkungen in dieser Hinsicht machen die Berufsausübung zwar nicht unmöglich, vermindem aber die Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
Der Beruf des Schuhmachers wendet sich an praktisch begabte Rehabilitanden, die über Handfertigkeit und Handgeschick verfügen. In Geschäften, in denen dem Schuhmacher auch die Kundenbetreuung obliegt, wird ein gepflegtes Äußeres, Freundlichkeit und Korrektheit erwartet, ebenso Kontaktfähigkeit und verkäuferisches Geschick.




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